79 Mal ging der "Piepser"

 Jahresversammlung: Freiwillige Feuerwehr Greding bereitet sich auf 150-jähriges Jubiläum vor.

Greding (HK) Das neue Jahr hat begonnen - und für die Freiwillige Feuerwehr Greding hält es Großes bereit: 1868 wurde die Wehr gegründet, vor 150 Jahren. Die Feierlichkeiten hierfür spielten schon jetzt bei der Jahresversammlung eine gewichtige Rolle.

 

 

 

83 aktive Mitglieder, darunter 7 Frauen zählt die Freiwillige Feuerwehr Greding - besonders freut man sich aber über die 23 Mitglieder der Jugendwehr, wie Kommandant Franz-Xaver Steib in der Jahresversammlung sagte. Dass der große Saal im Bauer-Keller voll besetzt war, wunderte niemanden: Denn es gab nicht nur Rückblicke auf das vergangene Vereinsjahr, sondern auch spannende Ausblicke auf das Jubiläumsjahr 2018.

Vorsitzender Robert Herrler begann mit einem historischen Auszug aus der Chronik und wies dabei gleich auf den 150. Geburtstag der Feuerwehr hin, der im Mai gefeiert wird. Nach einem Bericht von Schriftführer Josef Finger über die Generalversammlung 2017 und dem Kassenbericht von Kassenwart Karlheinz Werner, kam Kommandant Franz-Xaver Steib zu Wort: Im vergangenen Jahr haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr viele Lehrgänge, Übungen und Sonderausbildungen absolviert. Zum heutigen Zeitpunkt gibt es 83 aktive Mitglieder, darunter 7 Frauen. 5 Mädchen und insgesamt 23 Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr. Darum appellierte Steib vor allem an den Nachwuchs: "Macht die Leistungsprüfungen mit! Das wird von einer Feuerwehr wie der unseren erwartet." Und so ist es nicht verwunderlich, dass es auch im Jahr 2018 wieder ein umfangreiches Übungsangebot geben wird.

Wie wichtig das ist, zeigt ein Blick auf die Einsätze des vergangenen Jahres: Mit insgesamt 79 Einsätzen und damit 37 geretteten beziehungsweise betreuten Personen hatte die Feuerwehr im Jahr 2017 wieder jede Menge zu tun. Fast wöchentlich ging der sogenannte "Piepser", den die aktiven Feuerwehrler Tag und Nacht bei sich tragen. Und so wurde in diesem Jahr auch ein Gottesdienst, an dem ein Großteil der Feuerwehrleute teilnahm, nicht vom schrillen Einsatzton verschont. 

Steib zeigte Bilder der Einsätze und gab kurze Infos zu den Abläufen der Rettungsmaßnahmen. Einige Mitglieder nickten, denn der eine oder andere Einsatz wird ihnen wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Für fünf Personen kam im vergangenen Jahr auch die Hilfe der Feuerwehr zu spät.

Jugendwart Lucas Löchl berichte über die Tätigkeiten der Jugendfeuerwehr, zeigte Bilder aus den Übungen und berichtete über die Aufgaben seiner Schützlinge. 

Danach folgte der Jahresbericht des Vorsitzenden Robert Herrler. Denn das Jahr 2017 bestand nicht nur aus Übungen und Einsätzen, sondern auch aus zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen. So begann das Jahr mit Fire on Ice, einem Kappenabend und Bürgerkegeln. Auch an den zahlreichen Gredinger Märkten wie dem Frühlingsmarkt, dem Altstadtfest, dem Herbst- und Apfelmarkt und dem Weihnachtsmarkt beteiligten sich die Mitglieder der FW wieder tatkräftig. Zudem standen im Jahreskalender auch viele eigene Veranstaltungen, wie das Sommerfest, den Erlebnistag im Rahmen des Ferienprogramms und den Tag der offenen Tür mit Schauübungen.

"Es war jede Menge los und viel geboten in der Feuerwehr", merkte auch Bürgermeister Manfred Preischl an. Er bedankte sich bei den Mitgliedern, ganz besonders bei den Ausbildern und hoffte, dass auch in diesem Jahr alle gesund von den Einsätzen zurückkommen werden. Er beendete seine Rede mit dem Leitspruch der Feuerwehr. "Gott zur Ehr‘ - dem Nächsten zur Wehr". Auch Stadtpfarrer Richard Herrmann griff diesen Leitspruch auf und betonte, dass vieles nicht in unseren Händen liege. Er bezog sich dabei auf die Verletzten, die trotz vollen Einsatzes der Feuerwehr im vergangenen Jahr sterben mussten.

Zum Abschluss gab Herrler einen Ausblick auf 2018, denn der Feuerwehr Greding steht ein spannendes Jahr bevor. Die Vorbereitungen zum großen Jubiläumsfest vom 24. bis 27. Mai laufen auf Hochtouren. Im großen Festzelt am Hallenbadparkplatz wird vier Tage lang ein buntes Programm für Abwechslung sorgen. Ein politischer Abend, musikalische Unterhaltung, ein Festzug durch die historische Altstadt, ein Gottesdienst im Festzelt, Frühschoppen und ein Stimmungsabend sollen das 150-jährige Jubiläum zu einem ganz besonderen machen. Und auch Preischl gibt sein Versprechen: "Die Stadt wird dafür sorgen, dass das Jubiläum zu einem gelungenen Fest wird."

Bericht mit freundlicher Genehmigung des Hilpoltsteiner Kurier (Nr. 8, Mittwoch 10.Januar 2018)
Autorin: Viola Neue

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