Übung Technische Hilfeleistung (15.12.2017)

Bei einer bis in den späten Abend dauernden Übung konnte die Feuerwehr dank der Überlassung eines alten Fahrzeugs einer Ortsansässigen Familie viel wichtige Erfahrung sammeln und Techniken ausprobieren, die bei einem Verkehrsunfall nützlich sein können, um Menschenleben zu retten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Einsatzgebiet der Feuerwehr Greding kam es im aktuellen Jahr zu mehreren schlimmen Verkehrsunfällen, bei denen Personen schwer oder tödlich verletzt wurden und mit schweren hydraulischen Gerät, einer Rettungsschere, einem Spreizer und Zylinder in verschiedenen Größen von den ehrenamtlichen Helfern eingesetzt werden mussten. Gerade bei solchen teils Horrorszenarien, die sich vor Ort zeigen ist es also umso wichtiger, dass jeder Handgriff sitzt und die technischen Grenzen der Geräte bekannt sind. Neben der Leistungsprüfung, bei der der Standardablauf bei eingeklemmten Personen nach einem Verkehrsunfall in wenigen Minuten eingerichtet sein muss, wird auch jede Möglichkeit wahrgenommen, um auch die sogenannte technische Rettung zu üben und zu vertiefen. Eine solche Chance erhielt die Feuerwehr am vergangenen Freitag dank der Familie Zauner aus Greding, die uns nicht nur ihren Hof zur Verfügung stellte, sondern auch einen alten ausgemusterten Kleinlaster, der vor seiner Verschrottung steht. Mit einem Aufwand von ca. drei Stunden wurden unter Aufsicht der drei Übungsleiter verschiedene Arten der Fahrzeugsicherung und das Anheben mit Hebekissen und hydraulischer Winde ausprobiert. Letzteres muss zum Beispiel bei einem Auffahrunfall angewendet werden, wenn ein Pkw auf einen Lkw auffährt (Einsatz 31, 13.06.2017) und der Unterfahrschutz nicht oder nur bedingt standhält.

Nach den Vorgaben der UNECE-R 58-03 und der UNECE-R 94 muss der Heckunterfahrschutz eines Lkw bei einer Kollision mit einer Differenzgeschwindigkeit von 56 km/h hinreichend Widerstand bieten können.

Im zweiten Teil des Übungsabends wurde angenommen, dass der Kleinlaster auf ein vorausfahrendes Fahrzeug aufgefahren ist und dabei der Fahrer in seiner Kabine eingeklemmt wurde. Nachdem die Fahrertür mit dem Spreizer entfernt wurde, wurde mit einem Zylinder der Vorderbau nach vorne weggedrückt und der Fahrer entklemmt. Mit Hilfe einer Rettungsboa und einem Spineboard wurde der Patient letztendlich schonend aus dem Wrack befreit.

 

 

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